Die Geschichte

Wie aus einem vollen Kursordner eine Plattform wurde

Jens Bäuerle
Jens Bäuerle
Gründer von baiseline
22. Juni 2026 · 5 Min. Lesezeit

Jede gute Software beginnt mit einem Problem, das jemand nicht mehr ertragen wollte. Bei baiseline war es ein Ordner.

Ein dicker, abgegriffener Ordner voller Anmeldebögen, handschriftlicher Gruppenlisten und Notizzettel mit IBANs — der Saison für Saison auf dem Schreibtisch einer Tennisschule landete und dort die immer gleiche Arbeit auslöste.

Gegründet wurde baiseline von Jens Bäuerle aus München. Die Idee entstand nicht im Konferenzraum, sondern dort, wo das Problem zu Hause ist: am Rand des Platzes, zwischen Wintertraining, Ostercamp und der nächsten Sommersaison.

Das Problem hinter dem Netz

Wer eine Tennisschule führt, kennt den Ablauf im Schlaf. Anmeldebögen werden erstellt, der Anmeldelink auf der Website geteilt, Eltern und Mitglieder informiert, Anmeldungen eingesammelt, Gruppen eingeteilt, Spielzeiten kommuniziert — und am Ende müssen die Beiträge eingezogen werden. Sieben Schritte, die für sich genommen banal klingen. Das Tückische ist nicht der einzelne Schritt. Es ist die Wiederholung.

Denn dieser Ablauf passiert nicht einmal im Jahr. Er passiert für das Wintertraining in der Halle. Er passiert für das Ostercamp. Für das Pfingstcamp. Für das Sommertraining. Für das Sommercamp. Jedes Programm derselbe Kreislauf — und mit jedem Verein, jeder Gruppe und jedem Kind multipliziert sich der Verwaltungsaufwand.

Genau hier setzte Jens an. Sein Gedanke war einfach, aber konsequent: Wenn der Ablauf jedes Mal identisch ist, warum erledigt man ihn jedes Mal von Hand?

Vom Frust zur ersten Idee

Die ersten Versionen von baiseline waren keine schicke App, sondern der Versuch, eine konkrete Reibung wegzunehmen. Statt selbst Anmeldebögen zu drucken oder zusammenzubasteln, erstellt baiseline das Formular für die Tennisschule — fertig aufgesetzt und in Minuten einsatzbereit. Statt den Link mühsam zu verteilen, wird er mit einem Klick auf Website und Homepage eingebunden. Statt einzeln Eltern anzuschreiben, eine automatische Einladung an alle Kunden, sobald die Anmeldung offen ist. Statt IBANs aus Zetteln abzutippen, eine Online-Buchung, bei der Kunden direkt Bankdaten, Spielniveau und mögliche Ermäßigungen hinterlegen.

Was als Sammlung kleiner Erleichterungen begann, fügte sich nach und nach zu etwas Größerem zusammen: einem durchgehenden Ablauf, der eine Tennisschule von der Anmeldung bis zur Rechnung trägt — und sich Saison für Saison automatisch wiederholt.

Die sieben Schritte, die alles tragen

Der Kern von baiseline ist bis heute dieser eine, wiederkehrende Kreislauf:

01Formularbaiseline erstellt das Anmeldeformular für die Tennisschule, fertig aufgesetzt in Minuten — für Training oder Camp.
02Link teilenDer fertige Anmeldelink wird auf Website und Homepage eingebunden — sichtbar für alle, die mitspielen wollen.
03EinladungAlle Kunden werden automatisch benachrichtigt, sobald die Anmeldung offen ist.
04AnmeldungKunden buchen online, inklusive IBAN, Niveau und Ermäßigung.
05EinteilungGruppen werden per Drag & Drop direkt im Kalender zusammengestellt.
06SpielzeitenJeder erfährt sofort, wann und wo er spielt.
07RechnungDie Beiträge werden per SEPA-Lastschrift automatisch eingezogen.

Und dann beginnt der Kreis von vorne.

„Jede Saison aufs Neue“ ist nicht nur ein Slogan, sondern das eigentliche Versprechen: Der Aufwand, der früher mit jeder Saison neu entstand, ist nun einmal eingerichtet — und läuft danach von selbst.

Warum das „AI“ im Namen steckt

Der Name baiseline spielt mit der Grundlinie auf dem Tennisplatz, der Baseline. Sie ist die Linie, von der aus das Spiel kontrolliert wird — der Ort, an dem man die Übersicht behält. Genau das soll die Plattform für Tennisschulen sein: die Linie, von der aus alles geführt wird.

Das großgeschriebene AI in der Mitte ist kein Zufall. Es steht für den Anspruch, wiederkehrende Verwaltungsarbeit nicht nur zu digitalisieren, sondern intelligent zu automatisieren — damit sich Trainer und Schulleitung wieder auf das konzentrieren können, wofür sie eigentlich da sind: den Sport.

Ein Account für die ganze Tennisschule

Eine Tennisschule besteht selten aus nur einem Verein und nur einem Programm. Deshalb war Jens von Anfang an wichtig, dass baiseline nicht für einen einzelnen Kurs gedacht ist, sondern für das große Ganze: ein Account für alle Vereine einer Tennisschule, ein Ablauf für jedes Programm — vom Hallentraining im Oktober bis zum Sommercamp im August.

So wurde aus einer kleinen Lösung für ein nerviges Problem eine Plattform für die gesamte Tennisschule. Aus dem dicken Ordner auf dem Schreibtisch wurde eine Grundlinie, von der aus sich jede Saison kontrolliert spielen lässt.

Jens Bäuerle
Jens Bäuerle
Gründer von baiseline. Entwickelt aus München die Plattform, die Tennisschulen durch die ganze Saison trägt — von der Anmeldung bis zur Rechnung.

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