Wie aus einem vollen Kursordner eine Plattform wurde
Jede gute Software beginnt mit einem Problem, das jemand nicht mehr ertragen wollte. Bei baiseline war es ein Ordner.
Ein dicker, abgegriffener Ordner voller Anmeldebögen, handschriftlicher Gruppenlisten und Notizzettel mit IBANs — der Saison für Saison auf dem Schreibtisch einer Tennisschule landete und dort die immer gleiche Arbeit auslöste.
Gegründet wurde baiseline von Jens Bäuerle aus München. Die Idee entstand nicht im Konferenzraum, sondern dort, wo das Problem zu Hause ist: am Rand des Platzes, zwischen Wintertraining, Ostercamp und der nächsten Sommersaison.
Das Problem hinter dem Netz
Wer eine Tennisschule führt, kennt den Ablauf im Schlaf. Anmeldebögen werden erstellt, der Anmeldelink auf der Website geteilt, Eltern und Mitglieder informiert, Anmeldungen eingesammelt, Gruppen eingeteilt, Spielzeiten kommuniziert — und am Ende müssen die Beiträge eingezogen werden. Sieben Schritte, die für sich genommen banal klingen. Das Tückische ist nicht der einzelne Schritt. Es ist die Wiederholung.
Denn dieser Ablauf passiert nicht einmal im Jahr. Er passiert für das Wintertraining in der Halle. Er passiert für das Ostercamp. Für das Pfingstcamp. Für das Sommertraining. Für das Sommercamp. Jedes Programm derselbe Kreislauf — und mit jedem Verein, jeder Gruppe und jedem Kind multipliziert sich der Verwaltungsaufwand.
Genau hier setzte Jens an. Sein Gedanke war einfach, aber konsequent: Wenn der Ablauf jedes Mal identisch ist, warum erledigt man ihn jedes Mal von Hand?
Vom Frust zur ersten Idee
Die ersten Versionen von baiseline waren keine schicke App, sondern der Versuch, eine konkrete Reibung wegzunehmen. Statt selbst Anmeldebögen zu drucken oder zusammenzubasteln, erstellt baiseline das Formular für die Tennisschule — fertig aufgesetzt und in Minuten einsatzbereit. Statt den Link mühsam zu verteilen, wird er mit einem Klick auf Website und Homepage eingebunden. Statt einzeln Eltern anzuschreiben, eine automatische Einladung an alle Kunden, sobald die Anmeldung offen ist. Statt IBANs aus Zetteln abzutippen, eine Online-Buchung, bei der Kunden direkt Bankdaten, Spielniveau und mögliche Ermäßigungen hinterlegen.
Was als Sammlung kleiner Erleichterungen begann, fügte sich nach und nach zu etwas Größerem zusammen: einem durchgehenden Ablauf, der eine Tennisschule von der Anmeldung bis zur Rechnung trägt — und sich Saison für Saison automatisch wiederholt.
Die sieben Schritte, die alles tragen
Der Kern von baiseline ist bis heute dieser eine, wiederkehrende Kreislauf:
Und dann beginnt der Kreis von vorne.
Warum das „AI“ im Namen steckt
Der Name baiseline spielt mit der Grundlinie auf dem Tennisplatz, der Baseline. Sie ist die Linie, von der aus das Spiel kontrolliert wird — der Ort, an dem man die Übersicht behält. Genau das soll die Plattform für Tennisschulen sein: die Linie, von der aus alles geführt wird.
Das großgeschriebene AI in der Mitte ist kein Zufall. Es steht für den Anspruch, wiederkehrende Verwaltungsarbeit nicht nur zu digitalisieren, sondern intelligent zu automatisieren — damit sich Trainer und Schulleitung wieder auf das konzentrieren können, wofür sie eigentlich da sind: den Sport.
Ein Account für die ganze Tennisschule
Eine Tennisschule besteht selten aus nur einem Verein und nur einem Programm. Deshalb war Jens von Anfang an wichtig, dass baiseline nicht für einen einzelnen Kurs gedacht ist, sondern für das große Ganze: ein Account für alle Vereine einer Tennisschule, ein Ablauf für jedes Programm — vom Hallentraining im Oktober bis zum Sommercamp im August.
So wurde aus einer kleinen Lösung für ein nerviges Problem eine Plattform für die gesamte Tennisschule. Aus dem dicken Ordner auf dem Schreibtisch wurde eine Grundlinie, von der aus sich jede Saison kontrolliert spielen lässt.

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